Sommerreifen richtig wählen: Tipps vom Profi

Meist ist es ab April möglich, von der Winterbereifung auf Sommerbereifung umzusteigen. Bei normalen Straßenverhältnissen sind Sommerreifen nämlich die bessere Wahl, unter anderem weil sie beim Bremsweg punkten. Außerdem nutzen sie sich weniger schnell ab und senken den Kraftstoffverbrauch.

Doch längst nicht immer kommt eine Montage der alten Reifen infrage. Sind sie älter als vier Jahre, empfiehlt sich grundsätzlich der Umstieg auf neue Reifen – vor allem um keine unnötigen Risiken einzugehen. Außerdem besteht das Risiko, dass die Profiltiefe nicht mehr genügt. Der Gesetzgeber schreibt in Deutschland zwar lediglich eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor, doch schon bei zwei Millimetern oder weniger sollten Autofahrer ihre Reifen wechseln.

Tipps zum Reifenkauf

Gerade bei den Sommerreifen ist es nicht ungewöhnlich, dass Kraftfahrer verstärkt auf den Preis achten. Gefragt sind preiswerte Reifen, damit die Haushaltskasse nicht unnötig belastet wird. Dabei muss auch die Sommerbereifung überzeugen. Wer billige Reifen erwirbt, geht oftmals unbewusst hohe Risiken ein. Ein gutes Beispiel sind nasse Fahrbahnen. Viele Billigreifen können darauf nicht überzeugen, weil sie lange Bremswege erfordern.

Besser ist es daher, sich bewusst für den Erwerb von Qualitätsreifen zu entscheiden. Gemeint sind Reifen, die sich im Test bewährt haben. Informationen über Testsieger sowie Reifen mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis sind beispielsweise in Automagazinen zu finden. Außerdem nehmen die einige Automobilclubs ebenfalls Tests vor.

Die guten Reifen sind nicht immer billig. Allerdings kommt es auch darauf an, bei welchen Reifenhändler der Kauf erfolgt. Wer Preise einzelne Reifenwerkstätten vergleicht, kann oft bares Geld sparen. Übrigens lohnt es sich, gleich mehrere Reifenmodelle in den Vergleich einzubeziehen. Wer sich z.B. eine Top-3 Liste erstellt und die Preise dieser Reifen vergleicht, wird garantiert günstig zuschlagen können.

Vom Erwerb gebrauchter Autoreifen ist hingegen abzusehen. Selbst wenn der Anbieter auf eine gute Profiltiefe verweist, weiß man als Käufer nie so genau, wie mit dem Reifen zuvor umgegangen wurde. Unter Umständen wurden sie schlecht gelagert, was sich negativ auf ihre Lebensdauer auswirkt.

Reifen richtig einlagern

Die Einlagerung ist ohnehin ein wichtiges Thema. Noch immer gibt es Autobesitzer, die ihre Reifen einfach in der Garage aufhängen und dort z.B. bei geöffnetem Tor dem Sonnenlicht aussetzen. Besser ist es, Reifen lichtgeschützt aufzubewahren, weil dies die Gummimischung schont. Reifenhändler bieten spezielle Tüten an, die als UV-Schutz dienen und daher keineswegs nur für den Transport der Reifen im Kofferraum gedacht sind. Im Übrigen muss die Einlagerung auch gar nicht zu Hause erfolgen. Die meisten Reifenhändler bieten solch einen Service überraschend günstig an. Nachfragen lohnt sich!

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